Wenn man keine Zeit findet…

Es ärgert mich. Ich habe diese Woche 46 Stunden gearbeitet und war dementsprechend abends immer ziemlich fertig, wenn ich nach Hause kam. Mann und Kind fordern sich ihre Aufmerksamkeit natürlich trotzdem ein und ehe man sich versieht, ist es schon wieder Zeit fürs Bett, weil man muss ja morgens wieder früh raus. Zeit zum Schreiben? Fehlanzeige! Und dabei wollte ich bereits letztes Wochenende mit meinem neuen Kapitel von Kreideherzen fertig sein und – vielleicht – schon mit dem nächsten ein ganzes Stück weiterkommen. Das Leben ist da allerdings ein fieses Miststück und pinkelt einem – gelinde gesagt – dann ganz gern auch mal ans Bein.

Letztes Jahr war ich überglücklich, endlich meine Schreibblockade überwunden zu haben und endlich an allem weiterarbeiten zu können. Dummerweise fiel der Kreativitätsschub genau in die Phase, in der ich mein neues Studium begann und somit ständig am Pendeln und Arbeiten war. Wenn andere Semesterferien genießen können, gehe ich in die Praktikumsphase und arbeite brav meine 40 Stunden in der Woche hinter dem Schreibtisch. Blöd, dass das nun bis zum Rentenalter so bleiben wird – zumindest das Arbeiten. Mit dem Studium bin ich in zwei Jahren durch. Das kann ich kaum erwarten.

Der größte Hoffnungsschimmer sind die drei Wochen Urlaub, die ich bald habe. Ich hoffe, dass ich dann wieder ein bisschen arbeiten kann. Und wenn am 23. September das Studium weitergeht, bleibt mir nichts anderes übrig, als die stundenlangen Zugfahrten zu nutzen. Da habe ich meine Ruhe und eh nichts Besseres zu tun. Wenigstens was.

Und dann werde ich (vielleicht) irgendwann auch mal mit meinem Erstling fertig, kann ihn in die Schublade legen, mich freuen und das nächste Projekt beginnen.

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