Das Leben im Internet

Ich gebe es zu – ich bin süchtig nach dem Internet. 

Das mag jetzt wie ein schockierendes Geständnis klingen – ist es aber nicht. Zumindest für mich nicht. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung über Internetsüchtige, interessiere ich mich schon noch für „die Welt da draußen“, ich habe ein Leben, eine Familie, gehe studieren und arbeiten. Ja, ich habe ein Leben außerhalb von Social Media und Blogs und dieses ist sehr schön und recht ausfüllend. 

Trotzdem verbringe ich viel und gerne meine Zeit auf twitter, fanfiktion.de oder diversen Blogs. Ich lese meine Nachrichten online und stehe mit den meisten Freunden online in Kontakt.

Ich habe viele sehr liebe Menschen über das Internet kennen gelernt und im Prinzip habe ich mich in meinen Mann vor allem über Emailkontakt kennen und lieben gelernt in der Anfangsphase. Die meisten in meinem „Real Life“-Umfeld finden das komisch. Vor allem weil ich mit vielen mir eigentlich unbekannten Menschen in regelmäßigem Twitter-Kontakt stehe. Und ja, in gewisser Hinsicht vertraue ich diesen Menschen. Natürlich nicht blind, aber es tut manchmal gut, sich Menschen anzuvertrauen, die ähnliche Interessen haben. Vor allem über das Schreiben kann ich mich am besten über Twitter austauschen, weil ich sonst niemanden in meinem Umfeld kenne, der regelmäßig schreibt. Und als mein einziges wirkliches Hobby, ist mir das Schreiben sehr wichtig und ich möchte mit meinen Problemen wie Schreibblockaden oder Formulierungssuchen ernst genommen werden und das kann man leider nicht überall erwarten. 

Auf Twitter kann ich das und das gibt mir ein Gefühl der Sicherheit und der freundschaftlichen Verbundenheit.

 

Das größte Problem, das ich mit den Leuten habe, die ich über Social Media kennen gelernt habe: Sie sind alle VIEL ZU WEIT WEG!!!