Wieder Schreiben – Teil 2: Vorbereitungen

Ich hatte mir ja vorgenommen, am Wochenende meinen Schreibtisch aufzuräumen. So als erste Vorbereitung für meinen hoffentlich bald einsetzenden Schreibfluss. Nun ja, das hat nicht ganz so geklappt dank Kegeln mit Bekannten und Schwimmbadbesuch am Samstag und einem sehr faulen Sonntag. Aber egal. Ein bisschen geschrieben habe ich die Tage dennoch. Auch ohne ordentlichen Schreibtisch und Platz für die Tastatur. Platz ist in der kleinsten Hütte und ein iPad oder ganz klassisch Zettel und Stift tun es auch, um einfach mal ein paar Ideen niederzukritzeln.

Andere Vorbereitungen laufen auch an. So habe ich mich mit den Initiatoren einer Schreibgruppe in Verbindung gesetzt. In der ersten Februarwoche geht es los. Ein bisschen aufgeregt bin ich, denn ich habe mich seit Jahren nicht mehr mit Leuten real über das Schreiben – und mein Schreiben – ausgetauscht. Das letzte Mal war wohl irgendwann in der Schulzeit mit meiner damaligen besten Freundin. Qualitativ hochwertig waren diese Unterhaltungen in der Regel auch nicht, sondern hauptsächlich durchgedreht und bisweilen arg schmutzig. Ich hoffe, dass ich diese zwischenmenschlichen Sachen nicht verlernt habe. 

Eine weitere Neuerung in meinem Schreibleben sind dann wohl auch diese beiden Schätzchen:

 
Mit diesen beiden Exemplaren steigt die Zahl meiner Schreibratgeber auf 3. Ich habe es eigentlich nicht so mit Ratgeberbüchern. Vor allem seit meiner Schwangerschaft mache ich einen großen Bogen darum, denn meiner Erfahrung nach, machen Ratgeber vor allem eins: Meinungen und Neigungen als einzige Wahrheit aufdrücken. Zumindest war das in sämtlichen Schwangeren- und Elternratgebern so, die ich gelesen habe. Ich hoffe, dass es hier anders sein wird. 

Nach der Lektüre diverser Blogs, Kritiken und Rezensionen habe ich ein paar Ratgeber rausgesucht und mich schlussendlich für diese beiden entschieden. Wenn sie mir gefallen und helfen, werde ich mein Bücherregal vielleicht noch um den einen oder anderen erweitern. Mal sehen.

Ich habe mir für den Einstieg auch schon ein erstes Projekt gesucht. Etwas anderes als das, was ich gewöhnlich mache. Eine erotische Kurzgeschichte zum Thema „Scham“ als Einsendung für ein erotisches Kunstmagazin geplant. Mal sehen, ob und was daraus wird. 

Die nächsten Wochen werden für mich spannend. Ich will ein wenig experimentieren und üben. Ob da etwas sinnvolles draus entsteht, weiß ich nicht, aber schaden kann es ja auch nicht, oder? 

Wieder Schreiben – Teil 1: Der Plan

Das neue Jahr ist nun ein paar Tage alt. Es kam für mich mit einigen Veränderungen und Neuerungen, von denen ich hoffe, dass sie mein Leben positiv beeinflussen werden. Die wichtigste und einschneidenste Neuerung betrifft mein Arbeitsleben. Nach 3 Jahren und 4 Monaten beinahe permanenten Pendels zur Uni und schließlich zur Arbeit, startete ich zum Jahresbeginn mit einer neuen Stelle, welche sich endlich wieder in meiner Heimatstadt befindet. Und nicht nur, dass die Fahrzeiten wegfallen, sondern auch meine Arbeitszeit hat sich ein wenig verringert. So habe ich unter der Woche nun deutlich mehr Zeit. Knappe 15-18 Stunden um genau zu sein.

Natürlich habe ich dadurch nicht automatisch 15-18 Stunden Zeit zum Schreiben. Das wäre zwar schön, aber so leider nicht mit meinen anderen Verpflichtungen zu vereinbaren. Denn natürlich verwende ich einen Großteil dieser zusätzlichen Freizeit darauf, mehr Zeit mit meiner Familie – vor allem meinem Sohn – zu verbringen.

Aber auch der Aufbau einer Schreibroutine steht nun ganz oben auf meiner „To-Do-Liste 2016“. Nach 2 Jahren fast vollständiger Schreibpause wird dies nicht einfach werden, erwartet also keine Wunder von mir. Mit einer gewissen Ernsthaftigkeit gehe ich dieses Mal dennoch heran, denn ich versuche, mich einer örtlichen Schreibgruppe anzuschließen. Wie und ob das funktionieren wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen. Das hängt  unter anderem auch von den anderen Teilnehmern ab, welche in meiner Region wohl im Schnitt um die 30 Jahre älter sein dürften als ich. Das kann gut gehen, aber auch ganz gehörig daneben. Ich lasse mich überraschen.

Einen oberflächlichn Schreibplan werde ich die nächsten Wochen ausarbeiten, vorher steht jedoch erst einmal Ausmisten an. In den letzten Monaten hat sich mein Schreibtisch wieder so dermaßen zugemüllt, dass ich kaum noch die Arbeitsfläche, geschweigedenn eine Tastatur sehe. Ich gebe schamhaft zu: Ich bin dahingehend ein kleiner Messi. Dank Handy, Tablet und Laptop bin ich ja trotzdem am Netz. Nur mein Schreibprogramm schlummert auf meinem Festrechner – genauso wie die meisten zusätzlichen Daten (Steckbriefe, etc.) zu meinen Geschichten. 

Es wird also ein Januar der Vorbereitungen für mich, sodass ich hoffentlich in den darauffolgenden Wochen endlich wieder eine Routine entwickeln kann. 
Wünscht mir Glück! 🙂